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RVM Junioren auf internationalem Parkett erfolgreich E-Mail

Das war eine eindeutige Positionsbestimmung für die Ruderer des Rudervereins Münster. Bei der 1. Internationalen DRV-Junioren-Regatta auf der Olympia-Regattabahn in München-Oberschleißheim gab es für das angereiste Sextett aus der Domstadt einen Sieg und viele Top-Leistungen.

 

 

Erfolgreich in München: U-17 Junioren Vierer ohne mit John Heithoff, Mika Kohout, Ole Kruse, Yannik Sacherer (v.l.)

 

Mehr als 2.000 Athletinnen und Athleten waren in München am Start. Ein ideales Umfeld für die U-19-Spitzenathleten in der beginnenden Wettkampfsaison, die im August mit der Junioren-WM in Rio de Janeiro (Brasilien) ihren Höhepunkt findet. Bundestrainerin Brigitte Bielig (Dresden) nahm die Chance war, erste Kandidaten für den Nationalkader zu testen. Darunter auch RVM-Topskuller Henri Schwinde.


Im Vorlauf des Junioren-Doppelzweiers legte Schwinde mit seinem Partner Simon Straßburg vom Crefelder RC einen souveränen Start-Ziel-Sieg hin. Damit war das A-Finale gebucht. Im Finale hielten sie lange den Anschluss an die Spitze, mussten dann aber den Booten aus Österreich,Tschechien und einer Berliner Renngemeinschaft den Vortritt lassen. Platz vier im A-Finale und die zweitschnellste Zeit eines deutschen Bootes war am Ende die versöhnliche Bilanz für die neugebildete Crew. „Die beiden hatten erst ein gemeinsames Trainingswochenende, um zusammenzufinden. Im Vorlauf haben sie ein Superrennen gefahren. Im Final war die Leistung solide“, ordnete RVM-Trainer Marc Rossmeier die Leistungen seines jungen Teams ein. In zwei Wochen auf der Regatta in Köln sollen die beiden, auf Wunsch der Bundestrainerin, nochmals in den Zweier steigen und ihr Potential erneut unter Beweis stellen.


Neben den überzeugenden Auftritten kam Schwinde mit Konstantin Nowitzki (Krefeld), Paul Pernack (Witten), Tobias Kiene (Hamm) noch zu zwei Einsätzen im Doppelvierer. „Für das Team um Henri galt es, sich unter die schnellsten deutschen Vierer zu bringen“, gab Rossmeier die Zielsetzung vor. Im stark besetzten Vorlauf kamen sie nicht über Rang drei hinaus, dass reichte leider nicht für den Finaleinzug. Im B-Finale blieben Schwinde und Co. der führenden süddeutschen Renngemeinschaft dicht auf den Fersen. Auf den letzten Metern holten sie alles aus sich heraus und kamen bis auf 0.97 Sekunden an die führenden heran. Insgesamt waren sie drittschnellster deutscher Vierer, Ziel erreicht.


"Der blaue Stern leuchtet" so beschrieb die Regattasprecherin den U17-Vierer ohne Steuermann des RVM, der in München mehrere Längen vor dem Feld ins Ziel kam. Auf der heimischen Aaseeregatta fuhr das Quartett zwei überlegene Siege ein. In München mussten sie beweisen, was diese Siege wert waren, auch gegen internationale Konkurrenz. Am Samstag gelang es ihnen. Ein souveräner Sieg für Yannik Sacherer, Ole Kruse, Mika Kohout und John Heithoff. Am Sonntag wurden die stärksten Vierer vom Samstag in einen Lauf gesetzt. Die Münsteraner zeigten wieder eine gute Leistung, mussten nur der Renngemeinschaft aus Hamburg den Vortritt lassen. „Die Jungs haben ein starkes Rennen gefahren. Die Hamburger-Crew war ein guter Maßstab für uns. Wir befinden uns auf einem guten Niveau und werden auf den kommenden Regatten den Jungs aus Hamburg das Leben schwer machen“, gibt sich Rossmeier kämpferisch.


Gemeinsam mit Ruderern aus den Stützpunktvereinen Minden und Hamm bilden die vier Ruderer des RVM den Westfalenachter. „Für alle neun Athleten ist es etwas Besonderes, auf der ehemaligen Olympiastrecke an den Start zu gehen. Für die Jungs geht es in erster Linie darum, internationale Erfahrungen zu sammeln“, erläutert Rossmeier die Ausgangslage der jungen Crew aus Westfalen. An beiden Renntagen gab es ein volles Achterfeld. Am Ende gab es ein ähnliches Bild wie zuvor im Vierer-Rennen, Sieg für die Renngemeinschaft aus Hamburg, Platz zwei für den Westfalenachter. „Das Team aus Hamburg war konsequenter in seiner Streckengestaltung. Zwar konnten wir sie während der gesamten Strecke immer wieder in Bedrängnis bringen und lagen im Ziel jeweils immer nur eine Luftkastenlänge zurück. Wir wissen jetzt wo wir stehen und werden in den nächsten Wochen noch konsequenter an unserer Spurtfähigkeit arbeiten“, analysiert Rossmeier die Leistungen des Achters.


RVM A-Juniorin Franziska Dammann startet im Juniorinnen-Vierer ohne Steuermann mit Ruderinnen aus Waltrop und Essen. Im Vorlauf kamen die Vier nicht richtig in Tritt und mussten mit dem sechsten Platz vorliebnehmen. Im anschließenden B-Finale klappte es mit der Abstimmung schon etwas besser und das Team von Dammann belegte den dritten Platz. Am Sonntag sprang Dammann als Ersatzfrau im zweiten NRW-Juniorinnen Achter für eine erkrankte Ruderin ein. Auch hier war es kein wirklich befriedigendes Rennen für sie, der Achter belegte den letzten Platz. „In zwei Wochen in Köln wird Franziska wieder im Juniorinnen Zweier ohne Steuerfrau an den Start gehen und sicher ihre Chance ergreifen können, um sich für den ersten NRW-Achter zu qualifizieren“, macht Rossmeier seiner Athletin Mut. (dw)

 


 
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