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RVM-Juniorzweier setzen Maßstab in Krefeld E-Mail

Starker Auftritt: Bei der bundesweiten Ranglistenausscheidung in Krefeld konnten sich gleich zwei Teams des münsterschen Traditionsvereins an der Spitze behaupten. Parallel dazu fuhren RVM-Nachwuchsathleten beim Heimspiel auf dem Aasee Medaillen ein.

 

Haben allen Grund zum Strahlen: Die aktuell schnellsten Ruderer Deutschlands im U19-Riemenbereich Ole Kruse, Mika Kohout, John Heithoff und Yannik Sacherer (v. l. n. r., Fotos: D. Seyb / meinruderbild.de).

 

Deutsche Kleinbootmeisterschaften der Senioren und Leistungsüberprüfung der Junioren in Krefeld

 

Während es bei den Junioren um eine sogenannte "Leistungsüberprüfung" ging, ruderten die Senioren bei besten Bedingungen in Krefeld um die deutschen Meistertitel. In beiden Fällen stand jedoch das erste Kräftemessen der Saison in Einer und Zweier über die olympische 2.000 Meter-Distanz im Vordergrund. Schließlich spielt das Abschneiden eine Rolle bei der Nominierung der Nationalmannschaften.

 

"Wahnsinn!" So lautete das erste Statement von Coach Marc Rossmeier nach dem Rennen im Zweier-ohne der Junioren. Zwei Boote des RVM überquerten vor dem Rest des Feldes die Ziellinie. Mit etwa zwei Längen Vorsprung sicherte sich das Duo Mika Kohout / John Heithoff den Sieg vor ihren Vereinskameraden Yannik Sacherer / Ole Kruse. Hatten beide Teams Mitte März noch im NRW-weiten Vergleich über 6.000 Meter geglänzt, setzten sie sich nun gegen die gesamte bundesweite Konkurrenz durch. Rossmeier: "Nach dem Erfolg bei dem Langstreckentest in Oberhausen waren wir natürlich optimistisch. Aber mit einem solch beeindruckenden Auftritt hatten wir nicht zu rechnen gewagt. Die Vier haben die anderen Boote quasi düpiert." Wobei sich in der Reihenfolge eine Änderung ergab: In Oberhausen hatten Sacherer / Kruse die Nase vorn, nun zeigten Kohout / Heithoff ihnen das Heck. "Beim Start und im Endspurt waren wir stärker als Ole und Yannik. Dafür waren die beiden auf den mittleren Streckenabschnitten etwas schneller", schildert Kohout das Rennen.

 

Anschließend setzten sich beide RVM-Duos für ein Rennen im Vierer-ohne zusammen. Dass der Rest der Republik hierbei kaum eine Chance hatte, war dann keine Überraschung mehr.

 

Eine mutige Entscheidung trafen sodann Teams und Trainer: Mit dem Sieg von Kohout / Heithoff winkte ihnen die Nominierung, bei den U19-Europameisterschaften die deutschen Farben im Zweier-ohne vertreten zu dürfen. Die EM findet Mitte Mai ebenfalls in Krefeld statt. Doch die münsterschen Sportler stellten ihren Anspruch zunächst zurück. "Stattdessen versuchen wir, uns im weiteren Saisonverlauf für den Vierer-ohne zu qualifizieren. Einen ganzen Vierer bei einer EM als reines Vereinsboot zu stellen wäre natürlich eine Riesending für uns", so Rossmeier.

 

Zieleinlauf im A-Finale der U19-Zweier-ohne.

 

Auch das U19-Duo mit Anton Bühlmeyer und Sönke Kruse konnte sich im Zweier-ohne behaupten: Sie steigerten sich von Rennen zu Rennen und wurden nur durch einen Patzer im Endpsurt des Zwischenlaufs gebremst. Das Finalrennen konnten sie dann wieder deutlich für sich entscheiden. "Nun sind wir für den zweiten NRW-Auswahlachter vorgesehen", teilt Bühlmeyer zufrieden mit.

 

Eine Altersklasse höher ruderte Henri Schwinde im Einer um die Platzierungen. Gleich in seinem ersten Jahr in der U23-Klasse konnte er sich mit stabilen Leistungen ins B-Finale rudern. Dort holte er sich in einem kämpferischen Rennen den dritten Platz und somit Gesamtrang neun. Schwinde: "Ich konnte sogar viele Ruderer aus der offenen Altersklasse hinter mir lassen. Unglaublich!" Mit einer freudigen Nachricht konnte Trainer Thorsten Kortmann zusätzlich überraschen: "Henri ist für ein Sichtungstraining des DRV in Ratzeburg am kommenden Wochenende eingeladen worden. Besser kann es für ihn bislang nicht laufen."

 

Auf Kurs: Henri Schwinde

 

Ebenfalls die Aufmerksamkeit des Bundestrainers konnte Luisa Neerschulte beim Vergleich der deutschen Ruderelite auf sich lenken. Gerade erst der U23-Klasse entwachsen trat sie in der offenen Altersklasse im Einer an. Beim Langstreckentest in Leipzig hatte Neerschulte vor wenigen Wochen mit einem 13. Rang und starken Leistungen auf dem Ergometer bereits angedeutet, dass sie in Form ist. Uns es kam in Krefeld noch besser: "Heute habe ich mich nochmals gesteigert. Ich bin auf Platz zehn gefahren und hatte immer Tuchfühlung zur absoluten Spitze. Insofern bin ich hochzufrieden. Das war meine beste Regatta seit langem", so das Resümee der BWL-Studentin nach dem Finalrennen.

 

Äußerst zufrieden ist Luisa Neerschulte mit Platz zehn in einem starken Feld.

 

Nicht hunderprotzentig zufrieden war RVM-Routinier Felix Brummel. Im Zweier-ohne mit seinem langjährigen Partner Alexander Diedriech (Treis-Karden) fuhr er auf Platz drei im B-Finale - Gesamtrang neun also. Brummel: "Unseren Vorlauf haben wir noch deutlich gewonnen und waren auf gutem Kurs. Dann haben wir im Halbfinale aber überhaupt nicht ins Rennen gefunden und sind knapp letzte geworden. Im Finalrennen haben wir aber wieder zu gewohnter Stärke gefunden und uns mit dem dritten Platz noch ganz gut aus der Affäre gezogen."

Trainer Kortmann hingegen sah hingegen wenig Grund zum Trauern: "Dass mal ein Rennen schlecht läuft, kann zu Saisonbeginn schon mal passieren. Nach dem grandiosen Rang drei beim Langstreckentest in Leipzig erscheint nun ein neunter Rang natürlich weniger positiv. Aber wenn man mal bedenkt, dass Felix und Alex hier in ihrem ersten Jahr in der offenen Altersklasse rudern und sich als ehemalige Leichtgewichtsruderer nun mit langjährigen Schwergewichten messen müssen, geht das Ergebnis absolut in Ordnung. Mitte Mai starten beide bei der traditionellen Hügelregatta in Essen - mal schauen, wie sie sich dann schlagen werden."

 

Einen "Ausrutscher" im Halbfinale hatten die "Neuschwergewichte" Felix Brummel (re.) und Alexander Diedrich (Treis-Karden) zu verkraften.

 

Heimspiel auf dem Aasee


Zu einem Auftritt vor heimischen Puklikum traten die Nachwuchssportler des RVM an. Bei der Frühjahrsregatte auf dem Aasee - durchgeführt wird die Veranstaltung mit tatkräftiger Unterstützung von zahlreichen ARC- und RVM-Mitgliedern - treffen die west- und norddeutschen Junioren zu einer ersten Standortbestimmung aufeinander. Und die RVM-Athleten konnten sich mehrfach erfolgreich in Szene setzen. Besonders Joscha Feder ließ nichts anbrennen. Im Leichtgewichts-Doppelzweier fuhr er mit seinem mindener Partner Daniel Makschakow einen ungefährdeten Sieg ein und durfte auch im Einer zweimal am Siegersteg anlegen. "Joscha ist in Topform", zeigte sich Trainer Mario Acosta beeindruckt.

Die U19-Leichtgewichte Bennet Pennekamp, Luca Frankenstein (ARC), Maximilian Micus und Hannes Deittert konnten ebenfalls Siege einfahren und blicken nun erwartungsvoll auf die weiteren Regatten. Weiterer Lichtblick: Im Doppelvierer holten die U17-Mädchen Mia Wiesenack und Laura Wappelhorst einen ersten Platz zusammen mit Ruderinnen aus Hamm und Minden. "Das lässt für die Zukunft hoffen", so Acosta. (GS)

 

Mia Wiesenack (li.) und Laura Wappelhorst (2. v. re.) siegten vor heimischen Publikum im U17-Doppelvierer mit ihren Partnerinnen aus Minden und Hamm (Foto: RVM / DB).

 

Bericht in den Westfälischen Nachrichten: http://www.wn.de/Sport/Lokalsport/Muenster/2780596-Rudern-Kleinboot-DM-und-Ranglistenrennen-RVM-Athleten-zeigen-doppelte-Staerke-Brummel-etwas-enttaeuscht

 

Weitere Fotos in der Bildergalerie.

 
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