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Ida Kruse holt WM-Bronze! E-Mail

Wahnsinnserfolg für RVM-Athletin Ida Kruse! Bei der U23-WM in Plovdiv (Bulgarien) holte die 21-jährige Münsteranerin sensationell Bronze im Vierer-ohne. Mit einem starken Endspurt sicherte sich das deutsche Team Platz drei hinter den Niederlanden und Rumänien vor den angreifenden Däninnen. Henri Schwinde als zweiter WM-Teilnehmer des RVM musste sich währenddessen aufgrund gesundheitlicher Probleme im Team mit Platz zehn im Doppelvierer begnügen.


Freude über wohlverdientes Edelmetall bei den Mädels des deutschen Vierers mit Ida Kruse (2. v. l.). (Fotos: D. Seyb / meinruderbild.de)

 

 

 

Dass das Finalrennen nicht nur wegen der Temperaturen von 35 Grad im Schatten kein Spaziergang werden würde, konnte Kruse spätestens nach den Halbfinals erahnen: Während die DRV-Crew im eigenen Lauf Zweite hinter Italien wurde, siegte im anderen Lauf das niederländische Team mit einer souveränen Leistung und ließ dabei sogar die Rumäninnen hinter sich, die als frischgebackene Europameisterinnen der offenen Altersklasse durchaus zur Weltklasse gezählt werden dürfen.

 

Von dem Auftreten der Konkurrenz ließen sich Kruse und ihre Mitstreiterinnen – Tabea Schendekehl aus Dortmund sowie Annemieke und Anna Calina Schanze aus Kiel – nicht beeindrucken. Im Rennen der besten Sechs - vom Streckenkommentar bezeichnet als „mit Talenten gepacktes Feld“ – zeigte sich das Boot mit den schwarz-rot-goldenen Riemenblättern auf den ersten 500 Metern weit vorne. Absetzten konnten sich lediglich die starken Niederländerinnen und dahinter folgend die Europameister aus Rumänien. Die Teams aus Großbritannien und Italien ließ das Boot mit Kruse an Bord Schlag für Schlag hinter sich und lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der dänischen Mannschaft. „Dass wir die Italienerinnen, die uns im Halbfinale noch geschlagen hatten, hinter uns gelassen hatten, gab uns Mut“, schildert Kruse das Rennen. „Die Däninnen lagen – für uns schwer zu sehen auf der Außenbahn – etwa auf gleicher Höhe. Als sie etwa 500 Meter vor dem Ziel einen Spurt anzogen, haben wir mit aller Kraft dagegengehalten.“ Mit Erfolg: Bis zur Ziellinie nahmen Kruse und Co. dem dänischen Team zwei Bootslängen ab – und sicherte sich so die Bronzemedaille. Trotz völliger Erschöpfung rissen die deutschen Mädels im Ziel die Fäuste in die Höhe. “Das Rennen war hart, hat aber viel Spaß gemacht. Unser außergewöhnliches Viererprojekt hat sich gelohnt”, so die 21-jährige, die wie ihre drei Mitstreiterinnen derzeit an einer US-Uni studiert.

 

Schlagkräftiges und außergewöhnliches Team: Der deutsche U23-Vierer-ohne - besetzt mit US-Studentinnen.

 

Für den zweiten Teilnehmer des RVM verlief die U23-WM hingegen weniger glücklich. Zwei der vier Teamkameraden von Henri Schwinde im Doppelvierer ereilte vor dem wichtigen Halbfinalrennen ein Magen-Darm-Infekt. Physisch geschwächt fand die deutsche Crew nicht richtig ins Rennen. Mit Rang sechs platzte der Traum vom Finaleinzug und die Aussicht auf Medaillen. „Natürlich waren wir enttäuscht“, so Schwinde nach dem Rennen. Im B-Finale zeigte sich Schwindes Team – außer dem Münsteraner mit Steven Weidner (Magdeburg), Steven-Christopher Hacker (Dresden) und Paul Peter (Hannover) – zunächst wiedererstarkt. „Technisch und vom Rhythmus her lief es diesmal gut. Nach 500 Metern lagen wir sogar vorne. Dann hat sich aber doch die gesundheitliche Belastung gezeigt und wir sind auf Rang vier ins Ziel eingefahren“, berichtet Schwinde.

 

„Schade für Henri Schwinde! Aber bei dieser Hitze und den extremen körperlichen Herausforderungen raubt ein Infekt nunmal jegliche Chancen. Dennoch hat das gesamte Team viel Kampfeswillen gezeigt“, zollt RVM-Cheftrainer Thorsten Kortmann den Leistungen des münsterschen Athleten Respekt.

 

RVM-Athlet Henri Schwinde (li.) treibt seine Bootskameraden auf Frequenz - leider gesundheitlich geschwächt.

 

Hocherfreut über die von Kruse erruderte WM-Medaille zeigte sich RVM-Vorstandssprecher Dirk Bensmann: „Das Niveau steigt von Jahr zu Jahr. Dieses Jahr konnte die DRV-Flotte insgesamt nur dreimal Bronze holen. Ida Kruses dritter Platz ist deshalb ein Riesenerfolg, auf den der gesamte Verein stolz sein darf – zumal die Medaille endlich mal wieder einen deutscher Lichtblick in Frauenriemenbereich darstellt.“ (GS)

 

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