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Ida Kruse und Felix Brummel mit gemischten EM-Resultaten in Glasgow E-Mail

Etwas hinter den Erwartungen zurück blieb die DRV-Flotte bei den Europameisterschaften im schottischen Glasgow. Da machte auch der Vierer-ohne mit Felix Brummel keine Ausnahme. Ida Kruse hingegen konnte mit ihrem Auftritt im Vierer-ohne der Damen zufrieden sein.

 

Das deutsche Vierer-ohne-Team der Damen (v. l. n. r.): Alexandra Höffgen (Neuss), RVM-Sportlerin Ida Kruse, Frauke Hacker (Rostock) und Sophie Oksche (Ingolstadt) | Fotos: Detlev Seyb / meinruderbild.de

 

 

Als Hauptursache für das insgesamt nur begrenzt zufriedenstellende Abschneiden der deutschen Boote - aus dem lediglich der siegreiche Deutschlandachter hervor stach - machten die Verantwortlichen beim DRV schnell aus, dass der Wettkampf unterschätzt und nicht entschlossen genug angegangen worden sei. Aufgrund der erstmaligen Zusammenlegung mit anderen Sportarten und der Schaffung eines sportlichen Großereignisses habe die EM in diesem Jahr stark im medialen Mittelpunkt gestanden und das Niveau der Ruderwettbewerbe sei außergewöhnlich hoch gewesen.

Aber bereits im bisherigen Saisonverlauf hatten sowohl der Männer-Vierer-ohne mit Felix Brummel an Bord als auch das Frauen-Boot mit Ida Kruse Licht und Schatten gezeigt: Der Brummel-Vierer hatte sich zunächst stetig gesteigert, beim ersten World Cup Platz vier geholt und beim Zweiten sogar Bronze. Beim dritten und letzten World Cup in Luzern fuhr das Boot im Finale der besten Sechs dann "nur" auf Rang sechs. Ein ähnliches Auf und ab beim Team um Kruse: Beim zweiten World Cup (zu dem erst das Team gebildet wurde) machten sie auf Anhieb mit Platz vier auf sich aufmerksam, fuhren in Luzern aber mit Rang neun der Konkurrenz hinterher - nicht gänzlich überraschend angesichts der Tatsache, dass es sich um noch relativ junge Teams handelte, insbesondere im Falle des Bootes des schöneren Geschlechtes.

 

Felix Brummel (re.) vom RVM und seine Mitstreiter Felix Drahotta (Rostock), Peter Kluge (Celle) und Nico Merget (Frankfurt, v. l. n. r.).

 

Brummel-Vierer nicht ganz in Topform

Nachdem das Team mit Brummel auf dem "Strathclyde Loch" - ca. 20 Kilometer entfernt vom Glagower Zentrum - mit Platz vier im Vorlauf in den Hoffnungslauf musste und diesen ebenfalls auf Platz vier beendete (hinter Rumänien, Tschechien und Österreich), war der Traum einer Medaille endgültig geplatzt: Statt wie erhofft im Finale der besten Sechs fahren zu dürfen, wartete ein Startplatz im B-Finale auf die deutsche Equipe - insbesondere für Schlagmann Drahotta als amtierenden Vize-Olympiasieger (im Achter in Rio) eine bittere Pille. Dass die Crew aber über eine starke Moral verfügt, zeigte sie sodann im "kleinen Finale": Als ginge es darum, die Schmach vom Verpassen des A-Finales vergessen zu machen, legten sich Brummel und Co. in die Riemen. Anfangs noch auf Rang zwei hinter den schnell gestarteten Österreichern liegend, erkämpfte sich das deutsche Boot zur Streckenhälfte die Führung und verteidigte sie souverän bis ins Ziel. Am Ende lag exakt eine Sekunde zwischen dem deutschen und dem österreichischen Team, dahinter folgten Weißrussland, die Schweiz, Serbien und Litauen. "Ein versöhnlicher Abschluss", so RVM-Athlet Brummel im Anschluss. Zur WM in Plovdiv (9. - 16. September) will Bundestrainer Tim Schönberg die Crew aber wieder auf Höhe der Weltspitze sehen - das sie es kann, hat sie ja bereits mehrmals bewiesen.

 

Ein Ausrufezeichen nach dem Verpassen des A-Finales: Der Vierer mit Brummel entscheidet das kleine Finale für sich.

 

Ida Kruse und Co. mit zufriedenstellendem Rennen

"Sehr solide und zufriedenstellend" - so könnte man das Abschneiden des deutschen Vierer-ohne der Damen beschreiben, in dem mit Ida Kruse ebenfalls ein RVM-Athlet in Schwarz-Rot-Gold antrat. Mit einem klasse Rennen im Vorlauf stieg sich das deutsche Quartett in den Wettkampf ein und holte sich hinter Rumänien (den späteren Vizemeistern) Platz zwei vor Italien und Dänemark. Ohne Umweg über einen Hoffnungslauf zog die deutsche Mannschaft direkt ins Finale ein, wo sie es mit den Niederlanden, Großbritannien, Polen, Rumänien und Russland zu tun bekam. Mit einem nicht hundertprozentig geglückten Start begannen die deutschen Damen ihr Rennen und mussten die anderen Boote ziehen lassen. Dann fanden aber auch sie ins Rennen und begannen um Anschluss zu kämpfen. Zwar konnte das deutsche Team sich nicht weiter nach vorne arbeiten, blieb aber immer am Feld dran und auf Tuchfühlung zumindest mit den hinteren Booten. Während sich vorne Russland vor Rumänien und Polen Gold sicherte, überquerte Kruse mit ihren Mitstreiterinnern auf Rang sechs die Ziellinie. Bundestrainer Werner Nowack zeigte sich anschließend sehr erfreut über das Abschneiden der Crew, für die das Erreichen des A-Finales bereits eine respektable Leistung darstellte.

 

Zieleinlauf im A-Finale des Damen-Vierer-ohne - das junge deutsche Boot mit Kruse auf Platz sechs, aber in Reichweite zur Spitze.

 

Weitere Fotos in der Bildegalerie.

 
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