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World Cup in Posen: Ida Kruse zurück in DRV-Diensten E-Mail

Mit der frisch aus den USA zurückgekehrten Ida Kruse und Routinier Felix Brummel stellte der RVM beim World Cup in Posen zwei der 75 DRV-Athleten. Nach zwischenzeitlichen Schwächephasen beendeten die beiden Vierer-ohne-Ruderer den hochkarätig besetzten Wettkampf mit zufriedenstellenden Resultaten.

 

Hat ihren Ohio-Einteiler gegen das schwarz-rot-goldene DRV-Outfit gewechselt: RVM-Athletin Ida Kruse (2. v. r.) im deutschen Vierer-ohne | Fotos: Detlev Seyb / meinruderbild.de

 

 

 

War die erste World Cup-Veranstaltung des Weltruderverbandes FISA vor wenigen Wochen noch eher mau besucht gewesen, hatte sich für das zweite Event im polnischen Posen gleich die nahezu gesamte Ruderwelt eingefunden – einschließlich der wichtigsten Überseenationen. In vielen Rennen waren sie sogar mit mehreren Teams vertreten, feilen die Nationalverbände doch noch an den Bestbesetzungen für die WM, die Ende August in Linz-Ottensheim beginnen wird. Passend dazu stieg RVM-Ruderin Ida Kruse wieder ins Geschehen ein. Nach Beendigung des Studiums in Ohio – mit äußerst aktiver und erfolgreicher Nebentätigkeit im amerikanischen College-Rudern – kehrte sie kürzlich in die münstersche Heimat zurück, um sich aber sogleich in die Dienste des DRV zu stellen. Der hatte die 24-Jährige für den Einsatz im deutschen Vierer-ohne vorgesehen, den sie bereits im letzten Jahr auf der EM gefahren war. Damit gesellte Kruse sich zu Felix Brummel, der bereits seit Anfang der Saison seinen Platz im Vierer-ohne der Männer gefunden hatte. Die Crew mit Brummel sowie Felix Wimberger (Passau), Maximilian Planer (Bernburg) und Nico Merget (Frankfurt) konnte zuletzt mit einer Bronzeplatzierung bei der EM in Luzern überzeugen. Neben den großen Starterfeldern – 15 Vierer-ohne der Damen und 22 bei den Herren – war der Wettkampf geprägt von heftigem Gegenwind und rudertechnisch anspruchsvollen Bedingungen.

 

Mekka der Weltelite im Rudern für ein Wochenende: Die Regattastrecke auf dem Maltasee bei Posen.

 

Mit Platz drei im Vorlauf konnte das deutsche Damenquartett mit Kruse und ihren Mitstreiterinnen Sophie Oksche (Ingolstadt), Juliane Faralisch (Frankfurt) und Alexandra Höffgen (Neuss) auf Rang drei hinter Dänemark und den USA fahren. Damit sicherte sich die Crew den direkten Einzug in die Halbfinalrunde, ohne den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen zu müssen. Dieses Los ereilte hingegen den Männer-Vierer mit Brummel, der einen nur mäßigen Einstieg in den Wettkampf erwischte: Mit Rang drei – anfangs sogar nur auf Rang vier noch hinter dem zweiten deutschen Boot liegend – musste die Crew „nachsitzen“. Auch hier lief der deutsche Vierzylinder noch unrund und schaffte mit Rang zwei so gerade noch den Einzug ins Halbfinale. Dort kam noch Pech hinzu. Beim Start wurde das deutsche Boot von einer Windböe ungünstig erfasst, die Mannschaft kam nicht in Tritt und fand sich nach dem ersten Streckenviertel nur auf der letzten Position wieder. „Unser Plan war damit dahin, aber die Mannschaft ist cool geblieben und hat ihren Rhythmus und den Streckenschlag gefunden“, berichtete Bundestrainer Tim Schönberg von der darauf folgenden Aufholjagd. Am Ende konnte Brummel noch auf Platz vier die Ziellinie überqueren, was aber für den erhofften Einzug ins A-Finale nicht reichte. Ebenfalls nicht zufriedenstellend verlief das Halbfinalrennen des Vierers mit Kruse: Mit Platz sechs musste das Team sich klar mit einem Ticket fürs B-Finale zufrieden geben.

 

Kampfgeist bewies das Team mit Felix Brummel (re.) im Bug beim B-Finale, das sie klar für sich entschied.

 

In den Rennen der B-Finals am Sonntagmorgen zeigten die beiden Boote mit RVM-Beteiligung dann aber nochmals ihr Können: Der Damenvierer startete schnell ins Rennen, blieb auf hohem Tempo und zog so an den Booten aus Polen und Irland vorbei. Mit einem beherzten Schlussspurt gelang auch noch die Vorbeifahrt an den Neuseeländerinnen. Lediglich die ebenfalls heftig sprintenden Britinnen mussten mit dem Hauch von fünf Hundertsekunden der Vortritt gelassen werden. Damit gelang nicht nur ein guter zweiter Platz – gleichbedeutend mit Gesamtrang acht – sondern auch, die Teams aus Polen und Kroatien, die im Halbfinale noch vorne lagen, klar hinter sich zu lassen. „Wir sind sehr glücklich. Wir wissen jetzt, woran wir in den nächsten Wochen arbeiten können und wissen, dass da noch was geht“, zog Kruse ein am Ende doch noch zufriedenstellendes Fazit. Dafür legte auch der Brummel-Vierer die Grundlage: Vom Start weg setzte sich die Mannschaft geschmeidig an die Spitze des Sechs-Boote-Feldes und konnte sie bis ins Ziel – sogar ohne übermäßig starken Endspurt – verteidigen. Die Teams aus Weißrussland, der Schweiz, Österreich, den USA und Großbritannien verwies das Team klar auf die Plätze und holte sogar noch einen Punkt in der World Cup-Wertung. „Platz sieben ist sicher nicht schlecht. Aber wir ärgern uns, dass wir ein Rennen wie heute nicht schon am Freitag oder Samstag gefahren sind“, bewertete Brummel den Wettkampf. Die nächste Gelegenheit, das zu ändern, haben Brummel und Vereinskameradin Kruse Mitte Juli beim dritten und letzten Event der 2019er World Cup-Serie – dann im niederländischen Rotterdam.

 

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